2026-04-27 09:11:53
Ripple-CTO Schwartz klärt XRP-Post von 2017 auf: Technische Erklärung, keine Preisvorhersage
Gate News-Nachricht, 27. April — Der ehemalige Ripple-CTO David Schwartz wehrt sich gegen Behauptungen, er habe die XRP-Community mit einem Beitrag aus dem Jahr 2017 über die Logik der Token-Preisbildung in die Irre geführt. Schwartz stellte klar, dass seine ursprüngliche Aussage sich darauf bezog, wie Zahlungen funktionieren, nicht auf eine Preisprognose.
Im November 2017 erklärte Schwartz, dass XRP in einem Zahlungssystem nicht „dirt cheap“ bleiben könne, weil der gesamte übertragene Wert konstant bleibt, unabhängig vom Token-Preis. Höhere Token-Preise verringern lediglich die Anzahl der Tokens, die für große Überweisungen benötigt werden, und reduzieren dadurch die Reibung. Einige Community-Mitglieder interpretierten dies später als langfristiges Preissignal, doch Schwartz betonte, dass der Kommentar rein technisch gemeint war.
Die Debatte kam kürzlich wieder auf, als Nutzer die alte Aussage erneut aufgriffen und sich fragten, warum XRP die Erwartungen nicht erfüllt hat, die einige daraus abgeleitet hatten. Schwartz antwortete, indem er zwei Perspektiven voneinander abgrenzte: Ein XRP-Inhaber betrachtet den Preis im Hinblick auf die Rendite der Investition, während ein Zahlungssystem den Preis nur als eine Variable sieht, die die benötigte Token-Menge beeinflusst. Er betonte, seine Erklärung sei neutral gewesen—sie beschreibe, wie Systeme sich verhalten, nicht, wie sich Märkte bewegen werden.
Schwartz ging außerdem auf weitergehende Fragen zur Verbreitung von XRP ein. Er räumte ein, dass Stablecoins in bestimmten Szenarien besser funktionieren können, wies jedoch darauf hin, dass sie von Emittenten abhängen, eingefroren werden können und an einzelne Währungen gebunden sind. Kryptowährungen wie XRP können sich dagegen über Regionen hinweg bewegen, ohne solche Einschränkungen, wodurch sie für bestimmte globale Zahlungs-Anwendungsfälle nützlich sind. Letztlich hängt eine echte Verbreitung jedoch von der tatsächlichen Nachfrage ab, nicht von der theoretischen Nutzbarkeit.