Satoshi Nakamoto Wallets: 250 BTC aus der Gründerzeit werden nach 15 Jahren Schlaf aktiviert

Die Aktivität in praktisch vergessenen Bitcoin-Adressen überrascht den Markt erneut. Im September 2024 wurden über 250 BTC aus der Satoshi-Ära von Wallets transferiert, die etwa 15 Jahre lang inaktiv geblieben waren. Diese Bewegungen, erkannt von der On-Chain-Analyseplattform Whale Alert, entsprechen einem Wert von rund 16,97 Millionen US-Dollar bei aktuellem Kurs. Das Ereignis unterstreicht die Seltenheit solcher Aktivierungen bei so alten Krypto-Assets.

Die Aktivierung von schlafenden Adressen aus der Satoshi-Ära

Der Transfer erfolgte in fünf unabhängigen Transaktionen in den frühen Morgenstunden europäischer Zeit, wobei jeweils genau 50 BTC in neue Wallets verschoben wurden. Laut Blockchain-Daten wurden diese Bitcoins 2009 als Mining-Belohnungen empfangen, kurz nach dem Start des Netzwerks. Die Satoshi-Ära bezieht sich auf den Zeitraum zwischen Ende 2009 und 2011, in dem Satoshi Nakamoto, der anonyme Schöpfer von Bitcoin, aktiv in Kryptografie-Foren unterwegs war.

Das Bemerkenswerte an dem Ereignis ist seine Natur: Es handelt sich um Adressen, die etwa 15 Jahre und 8 Monate lang vollständig inaktiv waren, ohne seit ihrer Erstellung eine Bewegung zu verzeichnen. Experten wissen noch nicht, ob alle Empfänger-Wallets derselben Entität gehören oder ob es sich um mehrere Besitzer handelt.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden keine dieser Gelder auf Börsen übertragen, was darauf hindeutet, dass keine unmittelbare Verkaufsabsicht auf den öffentlichen Märkten besteht. Dieses Verhalten steht im starken Gegensatz zu früheren Aktivierungen, bei denen die Gelder schnell an Börsen gelangten.

Historische Bewegungen von Bitcoin aus der Satoshi-Ära: Ein aufkommendes Muster

Das Erwachen alter Wallets ist nicht völlig neu, aber äußerst selten. Im Jahr 2023 gab es mehrere relevante Ereignisse, die einen Präzedenzfall für das aktuelle Phänomen schaffen. Im Juli dieses Jahres transferierte eine 11 Jahre schlafende Wallet etwa 30 Millionen US-Dollar in Krypto-Assets an andere Adressen, was Spekulationen über geplante Verkäufe auslöste.

Im August desselben Jahres wurde zudem eine Bewegung von 1.005 BTC von einer weiteren historischen Wallet zu einer neuen Adresse registriert. Das aggressivste Ereignis fand jedoch im Dezember 2023 statt, als mehr als 1.000 BTC aus der Satoshi-Ära direkt an Börsen transferiert wurden, was eine der größten Mengen alter Krypto-Assets für mögliche Vermarktung darstellte.

Diese Vorgänge deuten auf ein aufkommendes Muster hin: Die Besitzer der ältesten Bitcoin-Perioden reaktivieren ihre Bestände allmählich, wobei die genauen Absichten für Marktanalysten noch unklar bleiben.

Marktdynamik und damit verbundene Volatilität

Im weiteren Kontext des Kryptowährungsmarktes stieg Bitcoin nach diesen Bewegungen auf fast 69.000 US-Dollar an, hauptsächlich getrieben durch ein technisches Ereignis: die massenhafte Liquidation von Short-Positionen. Dieser Dominoeffekt beeinflusste nicht nur Bitcoin, sondern auch korrelierte Assets wie Ethereum (ETH), Solana (SOL), Dogecoin (DOGE) und Cardano (ADA), sowie Aktien von kryptobezogenen Unternehmen wie Coinbase und Circle.

Dennoch warnen Analysten wie Joel Kruger vom LMAX Group, dass die Erholung möglicherweise nur eine technische Korrektur ist, getrieben durch überhitzte Verkaufspositionen und reduzierte Liquidität, anstatt durch solide Marktfundamente gestützt zu sein.

Joshua Lim von FalconX beobachtet, dass einige Fondsmanager diesen Aufwärtstrend nutzen, um Kapital in volatilere Altcoins und Derivate zu verschieben. Für einen nachhaltigen, strukturellen Aufwärtstrend muss Bitcoin jedoch die Widerstandsniveaus bei 72.000 USD und später bei 78.000 USD dauerhaft überwinden.

Bedeutung der Satoshi-Wallets für das Ökosystem

Das Vorhandensein dieser alten Wallets aus der Satoshi-Ära ist nicht nur ein historisches Relikt, sondern auch ein potenzieller Katalysator für Marktbewegungen. Jede Aktivierung erzeugt Unsicherheit über die Absichten des Besitzers und führt zu Volatilität durch die daraus resultierende Spekulation.

On-Chain-Daten zeigen, dass diese Gelder seit ihrer Erzeugung im Rahmen des ursprünglichen Bitcoin-Mining-Prozesses nahezu unverändert geblieben sind. Ihre Reaktivierung nach so langer Dormanz wirft Fragen zur langfristigen Sicherheit von Krypto-Assets auf und zur möglichen Rückkehr historischer Marktteilnehmer.

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